Georg Christoph Biller

Moderation

Georg Christoph Biller wurde 1955 als Pfarrerssohn in Nebra (Unstrut) geboren.

Von 1965 bis 1974 war er Mitglied des Thomanerchores, wo er als Chorpräfekt erste Erfahrungen im Dirigieren sammelte.

Von 1976 bis 1981 studierte er Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig bei Rolf Reuter und Kurt Masur sowie Gesang bei Bernd Siegfried Weber. 1976 gründete er das Leipziger Vocalensemble, das er bis 1998 leitete.

1980 bis 1991 war er Chordirektor des Gewandhauschores Leipzig, daneben war er als Dozent für Chorleitung an der Kirchenmusikschule Halle tätig.

1982 errang er an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg ein Diplom für Orchesterdirigieren, 1985 erhielt er als Sänger den Osaka-Musikpreis. Regelmäßig wirkte er solistisch bei Konzerten des Thomanerchores mit.

Im Studienjahr 1991/92 unterrichtete er Chordirigieren an der Hochschule für Musik Detmold und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main. Im November 1992 trat er als 16. Nachfolger nach Bach das Amt des Thomaskantors an. 1994 übernahm er eine Professur für Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. 1996 wählte ihn die Sächsische Akademie der Künste zum Mitglied.

Als Gastdirigent leitete er namhafte Chöre und Orchester; daneben trat er als Lied- und Oratoriensänger bei zahlreichen Konzerten im In- und Ausland auf. Engagements führten ihn nach Japan, Südkorea, Dänemark, Frankreich, Polen, Ungarn, Bulgarien, Italien, Spanien, Österreich, in die USA und die Tschechische Republik.

Unter seiner Leitung bzw. Mitwirkung entstanden zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen. Mit dem Thomanerchor produzierte er mehrere CD-Einspielungen für „Universal/Philips Classics” und das Label „rondeau“.

Georg Christoph Biller pflegt die große Chortradition von den gregorianischen Anfängen bis hin zur Moderne. Außerdem widmet er sich dem zeitgenössischen Chorschaffen, ist mit vielen Komponisten der Gegenwart eng verbunden und selbst kompositorisch tätig.

2015 trat er aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Thomaskantors zurück. Heute ist er freischaffend als Dirigent und Komponist tätig.

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